Pres­se­mit­tei­lung: Die 60. Mahn­wa­che der SEE­BRÜ­CKE Seli­gen­stadt fin­det am Mitt­woch, den 25. Sep­tem­ber um 18.30 Uhr auf dem Seli­gen­städ­ter Markt­platz statt.

Seit über einem Jahr weisen die Bürgerinnen und Bürger Seligenstadts wöchentlich und öffentlichkeitswirksam auf die menschenfeindlichen Zustände am Mittelmeer hin und fordern zum Umdenken und mitmenschlichen Handeln.

Das “Mare Nostrum” ist zum Fried­hof gewor­den. Hun­der­te von Men­schen sind im letz­ten Jahr auf dem Weg vom afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent nach Euro­pa ertrun­ken. Nach wie vor ken­tern über­las­te­te und Ver­kehrs-unsi­che­re Boo­te, mit denen Men­schen das Was­ser über­que­ren, und die See­not­ret­tung, die hier ein­set­zen müss­te, wird unter­bun­den oder gar kri­mi­na­li­siert.

Die Koope­ra­ti­ons­un­fä­hig­keit der ein­zel­nen euro­päi­schen Län­der in der Flücht­lings­po­li­tik ver­hin­dert siche­re Flucht­we­ge und ein ein­heit­li­ches Zuwan­de­rungs­ver­fah­ren.

Inzwi­schen fin­den ers­te Ver­hand­lun­gen zwi­schen euro­päi­schen Regie­run­gen statt, die zei­gen, dass in Tei­len ein Umden­ken erfolgt ist, was Anlass zur Hoff­nung gibt.

Die Aktio­nen wer­den aller­dings auch wei­ter­hin statt­fin­den, so die Initia­to­rin­nen die Pfar­re­rin­nen, Leo­nie Krauß-Buck und Char­lot­te Voß, bis kein Mensch mehr im Mit­tel­meer ums Leben kommt, nur weil er hofft, sei­nen lebens­feind­li­chen Umstän­den ent­kom­men zu kön­nen, in dem er sei­ne Hei­mat ver­lässt.

Die Initia­ti­ve SEE­BRÜ­CKE hat in Seli­gen­stadt in den letz­ten Wochen gro­ße Auf­merk­sam­keit durch ihre Online-Peti­ti­on “Siche­rer Hafen” erlangt. Die gefor­der­ten 450 Unter­schrif­ten für ein Quo­rum sind erreicht. Jetzt wer­den die Stadt­ver­ord­ne­ten um eine Stel­lung­nah­me zu den For­de­run­gen der Initia­ti­ve gebe­ten. Die Stel­lung­nah­me wird ver­öf­fent­licht. Die For­de­rung ist, Seli­gen­stadt zum “Siche­ren Hafen” zu machen, das heißt, Seli­gen­stadt zu einer von über 90 Städ­ten in Deutsch­land zu erklä­ren, die drin­gend eine Ver­än­de­rung in der Flücht­lings­po­li­tik Euro­pas ein­for­dern und soli­da­risch mit Men­schen auf der Flucht sind. “Siche­rer Hafen” kann bedeu­ten, zusätz­li­che Flücht­lin­ge auf Anfra­ge auf­zu­neh­men. Es kann aber auch bedeu­ten, die See­not­ret­tung zu unter­stüt­zen und die men­schen­wür­di­ge Ver­sor­gung aller Men­schen in der Stadt, ob zuge­wan­der­te oder orts­an­säs­si­ge Men­schen, zu gewähr­leis­ten. Wel­che Vor­ga­ben umge­setzt wer­den, ent­schei­den die Mit­glie­der des Stadt­par­la­ments unab­hän­gig und allein an den Erfor­der­nis­sen und Gege­ben­hei­ten der Stadt ori­en­tiert.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen gibt es mitt­wochs auf dem Markt­platz, aber auch jeder­zeit auf per­sön­li­che Anfra­ge.

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